Kapitel 3

BRÜDER

 

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Neklass war etwas unsanft in das hohe Gras geplumpst, als sich mit Saras plötzlichen verschwinden auch die Sitzbank, auf der er mit ihr zusammen gesessen hatte, in Luft auflöste. Saras bunte Traumwelt hatte aufgehört zu existieren.

Langsam sammelte er jetzt die Portalsymbole aus dem Gras auf, die ebenfalls dort gelandet waren und verstaute sie sorgfältig in seinem Rucksack. Dann erhob er sich und lies seinen Blick in die Ferne schweifen, in dem er sich langsam um sich selbst drehte. Nichts hatte sich verändert. Nur weite Graslandschaft, unterbrochen von einzelnen Baumgruppen, die sich durchaus als ausgedehnte Waldstücke entpuppen konnten, wie er inzwischen am eigenen Leib erfahren hatte.

Aber was sollte er jetzt tun? Den ersten Teil seiner Aufgabe hatte er erfolgreich geschafft. Aber wie sollte er jetzt zu Sara gelangen? Zu ihr und ihren Freunden? Wie sollte er diese Gruppe in Samsudaras Reich führen, wenn er noch nicht einmal wusste, wo sich dieses Reich Überhaupt befand?

Unschlüssig stand er da, als er plötzlich ein summendes Geräusch hinter sich vernahm. Er fuhr herum und stellte dann erleichtert fest, das es dass im rotem Licht leuchtende Orakel war, das zu ihm zurück gekehrt war.

„Du hast mich ganz schön erschreckt!“ sagte Neklass sichtlich überrascht.

Summend schwebte die im roten Licht pulsierende Kugel etwas näher heran bevor sie zu sprechen begann.

 

„Nun wie ich sehe hast du deine Aufgabe hier erledigt. Du hast es tatsächlich geschafft!“ Das Orakel machte eine kurze Pause und fragte dann: „Kannst du dich inzwischen an irgend etwas erinnern? Etwas, was mit ANDERSWO zusammenhängt?“

„Nein!“ gab Neklass knapp zur Antwort und setzte sich dann ins Gras, weil er glaubte, das er nun ein längeres Palaver mit dem Orakel haben würde in dem er hoffentlich Antworten auf seine Fragen, von denen er sehr viele hatte, bekommen würde. Doch wurde er enttäuscht.

„Ich weiß, das du nach Antworten suchst Neklass und du wirst sie bekommen. Aber nicht hier!“

„Aber wo und wann?“ entfuhr es dem Jungen etwas hilflos.

„Auf ANDERSWO Neklass. Schließe besser deine Augen denn ich werde dich jetzt dort hin bringen!“

 

Und bevor der Junge noch etwas sagen konnte entschwanden seine Sinne in einem wohligen nichts...

 

...nur um Sekunden später daraus wieder aufzutauchen.

Etwas benommen öffnete er seine Augen und sah sich um. Direkt vor ihm befand sich ein schwarzer Sockel auf der sich eine weiße Marmorplatte befand. In deren Mitte ruhte nun das summende Orakel.

„Hier oben bin ich zuhause und niemand, außer Mitglieder des Königshauses, dürfen diesen heiligen Berg betreten!“ begann nun das Orakel mit freundlicher Stimme das Gespräch.

Neklass, der sich inzwischen weiter umgeschaute hatte, bemerkte, das er sich tatsächlich auf dem Gipfel eines Berges befand, über dem sich ein dunkelblauer Himmel wölbte.

„Der Königsfamilie von ANDERSWO?“ erkundigte sich Neklass.

„So ist es!“ bestätigte das Orakel und fügte dann hinzu: „Und du bist ein Mitglied dieser Königsfamilie. Du bist Prinz Neklass von ANDERSWO!“

Diese Nachricht traf den Jungen so unverhofft, das er überrascht nach Luft schnappte, die hier oben auf dem Berg ohnehin recht dünn war. Krampfhaft versuchte er sich daran zu erinnern, doch da war nichts. Keine Erinnerungen daran, das er ein Prinz war und in einem Schloss gewohnt haben könnte. Als ob das Orakel seine Gedanken gelesen hatte, sagte dieses jetzt: „Du kannst dich nicht daran erinnern, weil du als Baby entführt worden bist!“

„Aber, aber das verstehe ich nicht!“ stotterte Neklass. „Ich meine, ich bin 11 Jahre alt und kann mich an nichts erinnern. Wo, wo habe ich gelebt und wer hat mich groß gezogen?“

„SIE war es!“ antwortete das Orakel knapp.

Samsudara?“ flüsterte Neklass leise.

Erschüttert hatte sich der Junge auf den felsigen Boden niedergelassen und jetzt flossen Tränen der Wut und Ohmacht über seine blassen Gesichtszüge. Schließlich fragte er schluchzend: „Und meine Eltern, warum haben...“

„Warte!“ unterbrach ihm das Orakel. „Ich werde es dir sagen, aber du musst sehr stark sein. Bist du bereit für die Wahrheit, Niklass?“

Dieser nickte nur hilflos mit dem Kopf.

„Deine Mutter starb bei deiner Geburt und dein Vater hat...“

„Hat was!“ unterbrach ihn Neklass laut heulend.

„Hat nie erfahren, das es dich gibt!“ beendete das Orakel seinen Satz.

Niklass wimmerte jetzt leise vor sich hin und das Orakel verlies seinen Sockel und schwebte dann über dem am Boden kauernden Jungen. Alleine die Nähe der pulsierenden Kugel wirkte beruhigend auf Neklass. Schließlich erhob er sich langsam und wischte sich die Tränen aus seinen blauen Augen. Dann ging er an den Rand des kleinen Platos, auf dem sie sich befanden und deutete dann hinunter zu der Stadt die in der Ferne schemenhaft zu erkennen war. „Lebt dort mein Vater?“ fragte er schniefend das summende Orakel.

„So ist es! Aber tue mir bitte den Gefallen und komme dort von dem Abgrund weg. Es ist niemanden geholfen, wenn du jetzt dort hinab stürzt und deinen königlichen Hals brichst!“

Neklass drehte sich herum und schlurfte schwerfällig zu dem Altar ähnlichen Sockel hinüber über das dass Orakel nun wieder schwebte.

„Setze dich bitte Neklass, denn da ist noch etwas. Etwas was ich dir geben muss!“

Schweigend lies er sich nieder und sah dann überrascht, wie sich in dem schwarzen Sockel eine geheime Schublade öffnete. In ihr lag ein Schwarzes Buch auf dem mit goldenen Buchstaben deutlich das Wort ANDERSWO geschrieben stand.

„Na los, nimm es. Es beisst nicht!“ ermunterte ihm das Orakel.

Vorsichtig nahm Neklass das in Leder gebundene Buch heraus und klappte es schließlich auf. Das Schriftbild kam ihn merkwürdig vertraut vor. Es war fast so, als wäre es seine eigene Schrift. Deshalb fragte er etwas irritiert: „Das habe ich doch nicht etwa geschrieben, oder?“

„Nein, du warst es nicht. Es war dein Bruder, dein Zwillingsbruder Marvin!“

 

Neklass brauchte eine Weile um diese Neuigkeit zu verdauen und war deshalb Sprachlos. Endlich fand er seine Worte wieder und stammelte aufgeregt: „Wann?“

„Was wann! Was meinst du?“

„Ich meine wann werde ich meinen Bruder sehen, ihn treffen und...“

Einmal mehr unterbrach ihn das Orakel und sagte etwas ungehalten: „Bald, sehr bald sogar. Aber ich muss dir noch 2 wichtige Dinge sagen. Also höre gut zu Neklass von ANDERSWO!“

„Ja, los erzähle schon!“ sagte der Junge etwas ungeduldig.

„Als erstes wirst du dieses Buch hier lesen. Das ist sehr wichtig, denn du wirst so erfahren, wer du vor deiner Befreiung warst und was du getan hast. Doch bedenke, das du nichts dafür kannst. Du warst in einem mächtigen Zauberfluch von Samsudara gefangen und bist somit nicht für das Unheil verantwortlich, das du hier und in anderen Welten angerichtet hast. Hast du das soweit verstanden?“

Angesichts der Tatsache, dass Neklass die Antworten auf vieler seiner Fragen jetzt hier in seinen Händen hielt, klang seine Stimme etwas unsicher, als er antwortete: „Ja ich habe es soweit verstanden!“

„Sicher?“ wollte das Orakel wissen

„Ja ich glaube schon!“ sagte Neklass leise.

„Das reicht mir aber nicht das du es glaubst!“ donnerte das Orakel los. „Du musst es wissen, verstanden?“

Der Junge war schockiert aufgesprungen als das Orakel ihn so andonnerte und das im wahrsten Sinne des Wortes. Aus der Kugel sprühten grell rote Blitze und von überall her ertönte ein nachhaltiges Donnern. Entsetzt war Neklass vor dem Orakel zurück gewichen.

Etwas versöhnlicher und leiser im Ton forderte das Orakel jetzt: „Ich möchte es genau aus deinem Munde hören! Los, sage was du verstanden hast!“

Neklass schluckte und sagte dann: „Ich war es nicht, der das Unheil über die Welten brachte sondern sie war es!“ – „Wer?“ hakte das Orakel nach. „Samsudara!“ schrie Neklass jetzt Hass erfüllt.

„Na also, geht doch. Entschuldige meine Reaktion eben aber es hilft sicher niemanden, wenn du dir selbst schuld an den Ereignissen gibst. Am wenigste deinen Bruder Marvin!“

Das Orakel machte eine kurze Pause und fügte dann noch hinzu: „Weißt du eigentlich, das dein Bruder dich töten wollte? Na ja, nicht dich so wie du jetzt bist sondern das was du für ihn warst! Also Neklass, lese das Buch sehr genau und dann kannst du zu ihm gehen!“

„Wo ist er?“

„Er ist immer noch auf dem Turm des Wissens und erholt sich von den Anstrengungen der letzten Stunden!“

„Was waren das für Anstrengungen?“ wollte Neklass wissen.

„Es waren die Anstrengungen seiner Gefangenschaft und die Durchführung deiner Befreiung aus Samsudaras Fluch. Das heißt, führ Marvin ist noch keine Stunde vergangen seit er maßgeblich an deiner Befreiung mitgewirkt hat und...“

Neklass unterbrach das Orakel etwas ungehalten: „Das kann doch gar nicht sein! Ich war fast einen ganzen Tag dort auf SOWIESO, wo ich nach Sara gesucht habe und hier soll gerade mal eine Stunde verstrichen sein?“

„So ist es! Mir ist es möglich durch die Zeit zu reisen und mehr musst du jetzt nicht wissen. Im übrigen solltest du künftig meine Worte besser nicht mehr anzweifeln. Es würde dir sicher nicht so gut bekommen! Haben wir uns verstanden, Neklass von ANDERSWO?“

Deutlich hatte der Junge die Warnung aus den Worten des Orakels herausgehört und deshalb nickte er nur stumm und öffnete erneut das Buch.

„Am Fuß des Berges befindet sich ein breiter Kiesweg. Folge ihn einfach nach links und du wirst zu dem Turm des Wissens gelangen. Ich für meinen Teil muss mich jetzt um die anderen kümmern!“

 

Neklass wollte gerade noch etwas sagen, doch da war das Orakel schon im nichts verschwunden. Langsam begann er das Buch zu lesen. Erst leise für sich doch ab der dritten Seite las er, ohne das es ihm bewusst war laut weiter:

 

Alles begann damit, als vor einigen Monden ein Bote in das Schloss meines Vaters zurück kehrte. Er war in „SONSTWO“, eine mit uns befreundete Welt unterwegs gewesen und die Nachrichten, die er mitbrachte waren keine guten.

Mein Vater, der König, konnte nicht glauben was er zu hören bekam. Der Bote berichtete, das in „SONSTWO“ unheimliche Dinge geschahen. Etwas hatte damit begonnen, den Himmel zu verdunkeln und überall dort, wo es dunkel wurde zog eine eisige Kälte durch das Land.

Ich selbst war dabei, als der Bote von den unheimlichen Geschehnissen berichtete. Und genau wie mein Vater konnte ich es einfach nicht glauben.

Der Bote war sofort in unsere Welt zurück gekehrt und konnte deshalb nichts Genaueres berichten. Deshalb schickte mein Vater erneut Boten  nach „SONSTWO“, um mehr über die seltsamen Vorgänge zu erfahren. Gleichzeitig schickte er auch Boten noch nach „NIERGENDWO“, einer weitere, mit uns befreundete Welt, um dem dortigen König von der drohenden Gefahr zu warnen.

Ich muss euch gestehen, das ich selbst nur diese drei Welten kenne. Mein „ANDERSWO“ liegt genau zwischen „NIERGENDWO“ und „SONSTWO“.

Doch die wenigen Boten, die von „SONSTWO“ zurück kehrten, brachten noch schlimmere Nachrichten mit.

Sie erzählten von einer riesigen Armee, die unaufhaltsam durch „SONSTWO“ zog und alles zerstörte, was ihnen in die Quere kam. Aber das unheimliche war, das diese Armee aus den Bewohnern von „SONSTWO“ selbst bestand, die allesamt in Stein verwandelt worden waren. Überall dort, wo die Dunkelheit das Licht verdrängt hatte und die Menschen von den Schatten der ewigen Nacht berührt wurden, entstanden neue Steinsoldaten die sich unaufhaltsam auf das Portal zugbewegten. Sogar Kinder und alte Leute, ja selbst die Tiere wurden nicht von dem grausigen Zauber verschont.

Angeführt wurden sie von einem unheimlichen Ritter, der selbst aus völlig schwarzem Stein zu bestehen schien.

Sicher werdet ihr euch fragen, warum Steine sich bewegen können. aber ich kann nur sagen, das sie es tun. Sie tun es zwar langsam, aber unaufhaltsam. Zurück lassen sie eine Spur der Verwüstung und ihr Ziel ist ganz eindeutig das Portal, durch das man in unsere Welt gelangen kann.

 

An dieser Stelle unterbrach sich Neklass selbst und holte tief Luft. Ihm fröstelte, als er sich vorstellte wie er auf die unschuldigen Bewohner dieser Welten gewirkt haben musste. Dann las er laut weiter:

 

Auch die Boten aus „NIERGENDWO“ erzählten unheimliches. Sie sprachen von einem „Mann in Schwarz“, der mit einem Rucksack aus Leder durch das Land zog. Wie es hieß, sei der Unbekannte durch das Portal gekommen und auf der Suche nach Dingen, die wichtig seien.

Den Menschen erzählte er, das er schon in „SONSTWO“ gewesen sei und dort schon bekommen hatte, was er suchte. Er drohte ihnen mit Unheil, das er ihre Welt vernichten würde, wenn sie ihn nicht gaben was er wollte.

Da die Menschen nicht wussten, was dieser, in einer schwarzen Kutte gehüllte „Mann in Schwarz“ eigentlich genau wollte, wiesen sie ihn dem Weg zum König von „NIERGENDWO“.

Der unheimliche Fremde bedrohte auch ihn und weil er sich nicht anders zu helfen wusste, gab er ihn das wertvollste was er besaß, etwas was er den Fremden niemals hätte geben dürfen, wie ich jetzt weiß. Er gab ihn den „Ohrring des Verstehens“

Doch als der „Mann in Schwarz“ hatte, was er wollte, verschwand er spurlos vor den Augen des Königs von „NIERGENDWO“.

Mein Vater hatte entsetzt dem Boten zugehört, glaubte er doch zu wissen, das der Fremde nun bald zu ihm kommen würde, um dann etwas  zu verlangen was er niemals hergeben durfte.

Er rief nun alle weisen Männer zusammen, um eine Lösung gegen das drohende Unheil zu finden, doch auch sie waren Ratlos. Einer schlug vor, das „Sehende Auge“ einfach zu verstecken, ein anderer meinte, das man dem „Mann in Schwarz“ einfach täuschen müsste und ihm stattdessen  irgend etwas wertloses überreichen sollte.

 

Doch mein Vater fand keinen der Vorschläge hilfreich und deshalb machte er selbst den Vorschlag, den seine Berater bewusst nicht erwähnt hatten.

Er wollte zum „Summenden Orakel“ gehen und dieses um Rat fragen.

Doch die weisen Männer protestierten dagegen, glaubten sie doch zu wissen, das der König dann sterben müsste. So jedenfalls steht es an den Wänden vom „Turm des Wissens“.

Auch ich wollte meinen Vater nicht verlieren und flehte ihn an, nicht zu dem Orakel zu gehen.

Doch mein Vater sagte nur, das er der König von „ANDERSWO“ ist und deshalb für sein Volk verantwortlich sei.

Ich muss euch sagen, das mich seine Worte sehr stolz auf ihn machten, andererseits aber auch sehr traurig. Schweren Herzens begleitete ich ihn bis zum Fuße des Berges, auf dem das „Summende Orakel“ sein zu Hause hatte.

Alleine stieg mein Vater den Berg hinauf und ich war mir sicher, das ich ihn nie wieder sehen würde. Doch nach Stunden kehrte er erschöpft zurück und sagte mir, das ich derjenige sei, der nun zum „Summenden Orakel gehen müsste. Dabei übergab er mir das „Sehende Auge“ und mit Angst in der Brust machte ich mich auf den beschwerlichen Aufstieg.

Ihr müsst nämlich wissen, das auch ich alles für mein Volk tun würde, Angst hin oder her.

Dann sah ich das „Summende Orakel zum ersten mal und war sehr überrascht, hatte ich mir es doch ganz anders Vorgestellt.

Es schwebte über einer Art Altar, der überwiegend aus weißem Marmor zu bestehen schien.

Die weise Platte und auch der schwarze Sockel, sahen der Form nach aus wie unsere Portal Tore, die zu unseren Nachbar Welten führten. Das Orakel selbst überraschte mich aber am meisten. Ich hatte mir eigentlich eine Menschliche Gestalt vorgestellt, irgendwie ein uralter Mann oder Frau, doch alles was ich sah war eine schwebende rote Kugel, die aus dem inneren heraus  pulsierend leuchtete.

Aus dem nichts heraus hörte ich eine sanfte Stimme die zu mir sprach:

„So höre Prinz Marvin, sehe mit deinem VERSTAND und höre mit deinem HERZEN.“

Es war genau dieser erste Satz, der mir sofort jegliche Angst vor dem geheimnisvollen Orakel nahm.

Und dann öffnete sich lautlos unter dem Orakel in den schwarzen Sockel  ein geheimes Fach in dem dieses Buch lag, das du nun gerade in deinen Händen hältst. Aber damals stand natürlich noch kein Wort in diesem Buch aber mit goldenen Buchstaben war auf dem Ledereinband das Wort „ANDERSWO“ geschrieben.

Das Orakel befahl mir, dem Berg hinunter zusteigen und dann sollte ich all das in das Buch schreiben, was mir zu dem „Ritter aus Stein“ und den Vorgängen in „SONSTWO“ und „NIERGENDWO“ einfallen sollte.

Doch gab mir das Orakel auch noch eine Warnung mit auf dem Weg. Auch diese Sätze merkte ich mir genau. Es sagte zu mir: „Schreibe mit deinem VERSTAND, denke mit deinem HERZEN und bleibe bei der WAHRHEIT! Denn wisse, es werden sieben Fremde kommen, die ich auserwählen werde und nur wenn du schreibst was wichtig ist, können sie „ANDERSWO“ retten!“

Dann öffnete sich eine weitere Schublade in dem schwarzem Sockel und darin lag ein....

 

 

Neklass blätterte um doch die folgenden Seiten waren leer. Was hatte dies nur zu bedeuten? „Marvin wird es mir schon noch erzählen.“ flüsterte er leise zu sich selbst. Müde erhob sich der Junge und suchte dann nach einer Möglichkeit diesen Berg zu verlassen, ohne sich dabei den Hals zu brechen. Schnell hatte er den kleinen Pfad gefunden der nach unten führte und so machte er sich an den mühsamen Abstieg.

 

 

*

 

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© by Moritz W. Haus 2002/2009

 

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