Kapitel
3
BRÜDER
SEITE 7
Neklass war etwas unsanft in das hohe Gras
geplumpst, als sich mit Saras plötzlichen verschwinden auch die Sitzbank, auf
der er mit ihr zusammen gesessen hatte, in Luft auflöste. Saras bunte Traumwelt
hatte aufgehört zu existieren.
Langsam
sammelte er jetzt die Portalsymbole aus dem Gras auf, die ebenfalls dort
gelandet waren und verstaute sie sorgfältig in seinem Rucksack. Dann erhob er
sich und lies seinen Blick in die Ferne schweifen, in dem er sich langsam um
sich selbst drehte. Nichts hatte sich verändert. Nur weite Graslandschaft,
unterbrochen von einzelnen Baumgruppen, die sich durchaus als ausgedehnte
Waldstücke entpuppen konnten, wie er inzwischen am
eigenen Leib erfahren hatte.
Aber was
sollte er jetzt tun? Den ersten Teil seiner Aufgabe hatte er erfolgreich
geschafft. Aber wie sollte er jetzt zu Sara gelangen? Zu ihr und ihren
Freunden? Wie sollte er diese Gruppe in Samsudaras
Reich führen, wenn er noch nicht einmal wusste, wo sich dieses Reich Überhaupt
befand?
Unschlüssig
stand er da, als er plötzlich ein summendes Geräusch hinter sich vernahm. Er
fuhr herum und stellte dann erleichtert fest, das es
dass im rotem Licht leuchtende Orakel war, das zu ihm zurück gekehrt war.
„Du hast
mich ganz schön erschreckt!“ sagte Neklass sichtlich
überrascht.
Summend
schwebte die im roten Licht pulsierende Kugel etwas näher heran bevor sie zu
sprechen begann.
„Nun wie
ich sehe hast du deine Aufgabe hier erledigt. Du hast es tatsächlich
geschafft!“ Das Orakel machte eine kurze Pause und fragte dann: „Kannst du dich
inzwischen an irgend etwas erinnern? Etwas, was mit ANDERSWO zusammenhängt?“
„Nein!“
gab Neklass knapp zur Antwort und setzte sich dann
ins Gras, weil er glaubte, das er nun ein längeres Palaver mit dem Orakel haben
würde in dem er hoffentlich Antworten auf seine Fragen, von denen er sehr viele
hatte, bekommen würde. Doch wurde er enttäuscht.
„Ich weiß,
das du nach Antworten suchst Neklass und du wirst sie
bekommen. Aber nicht hier!“
„Aber wo
und wann?“ entfuhr es dem Jungen etwas hilflos.
„Auf
ANDERSWO Neklass. Schließe besser deine Augen denn
ich werde dich jetzt dort hin bringen!“
Und bevor
der Junge noch etwas sagen konnte entschwanden seine Sinne in einem wohligen
nichts...
...nur um
Sekunden später daraus wieder aufzutauchen.
Etwas
benommen öffnete er seine Augen und sah sich um. Direkt vor ihm befand sich ein
schwarzer Sockel auf der sich eine weiße Marmorplatte befand. In deren Mitte
ruhte nun das summende Orakel.
„Hier oben
bin ich zuhause und niemand, außer Mitglieder des Königshauses, dürfen diesen
heiligen Berg betreten!“ begann nun das Orakel mit freundlicher Stimme das
Gespräch.
Neklass, der sich inzwischen weiter
umgeschaute hatte, bemerkte, das er sich tatsächlich auf dem Gipfel eines
Berges befand, über dem sich ein dunkelblauer Himmel wölbte.
„Der
Königsfamilie von ANDERSWO?“ erkundigte sich Neklass.
„So ist
es!“ bestätigte das Orakel und fügte dann hinzu: „Und du bist ein Mitglied
dieser Königsfamilie. Du bist Prinz Neklass von ANDERSWO!“
Diese
Nachricht traf den Jungen so unverhofft, das er überrascht nach Luft schnappte,
die hier oben auf dem Berg ohnehin recht dünn war. Krampfhaft versuchte er sich
daran zu erinnern, doch da war nichts. Keine Erinnerungen daran, das er ein Prinz war und in einem Schloss gewohnt haben
könnte. Als ob das Orakel seine Gedanken gelesen hatte, sagte dieses jetzt: „Du
kannst dich nicht daran erinnern, weil du als Baby entführt worden bist!“
„Aber,
aber das verstehe ich nicht!“ stotterte Neklass. „Ich
meine, ich bin 11 Jahre alt und kann mich an nichts erinnern. Wo, wo habe ich
gelebt und wer hat mich groß gezogen?“
„SIE war
es!“ antwortete das Orakel knapp.
„Samsudara?“ flüsterte Neklass
leise.
Erschüttert
hatte sich der Junge auf den felsigen Boden niedergelassen und jetzt flossen
Tränen der Wut und Ohmacht über seine blassen
Gesichtszüge. Schließlich fragte er schluchzend: „Und meine Eltern, warum
haben...“
„Warte!“
unterbrach ihm das Orakel. „Ich werde es dir sagen, aber du musst sehr stark
sein. Bist du bereit für die Wahrheit, Niklass?“
Dieser
nickte nur hilflos mit dem Kopf.
„Deine
Mutter starb bei deiner Geburt und dein Vater hat...“
„Hat was!“
unterbrach ihn Neklass laut heulend.
„Hat nie
erfahren, das es dich gibt!“ beendete das Orakel
seinen Satz.
Niklass wimmerte jetzt leise vor sich hin und
das Orakel verlies seinen Sockel und schwebte dann über dem am Boden kauernden
Jungen. Alleine die Nähe der pulsierenden Kugel wirkte beruhigend auf Neklass. Schließlich erhob er sich langsam und wischte sich
die Tränen aus seinen blauen Augen. Dann ging er an den Rand des kleinen Platos, auf dem sie sich befanden und deutete dann hinunter
zu der Stadt die in der Ferne schemenhaft zu erkennen war. „Lebt dort mein
Vater?“ fragte er schniefend das summende Orakel.
„So ist
es! Aber tue mir bitte den Gefallen und komme dort von
dem Abgrund weg. Es ist niemanden geholfen, wenn du jetzt dort hinab stürzt und
deinen königlichen Hals brichst!“
Neklass drehte sich herum und schlurfte
schwerfällig zu dem Altar ähnlichen Sockel hinüber über das dass Orakel nun
wieder schwebte.
„Setze
dich bitte Neklass, denn da ist noch etwas. Etwas was
ich dir geben muss!“
Schweigend
lies er sich nieder und sah dann überrascht, wie sich
in dem schwarzen Sockel eine geheime Schublade öffnete. In ihr lag ein
Schwarzes Buch auf dem mit goldenen Buchstaben deutlich das Wort ANDERSWO
geschrieben stand.
„Na los,
nimm es. Es beisst nicht!“ ermunterte ihm das Orakel.
Vorsichtig
nahm Neklass das in Leder gebundene Buch heraus und
klappte es schließlich auf. Das Schriftbild kam ihn merkwürdig vertraut vor. Es
war fast so, als wäre es seine eigene Schrift. Deshalb fragte er etwas
irritiert: „Das habe ich doch nicht etwa geschrieben, oder?“
„Nein, du
warst es nicht. Es war dein Bruder, dein Zwillingsbruder Marvin!“
Neklass brauchte eine Weile um diese
Neuigkeit zu verdauen und war deshalb Sprachlos. Endlich fand er seine Worte
wieder und stammelte aufgeregt: „Wann?“
„Was wann!
Was meinst du?“
„Ich meine
wann werde ich meinen Bruder sehen, ihn treffen und...“
Einmal
mehr unterbrach ihn das Orakel und sagte etwas ungehalten: „Bald, sehr bald
sogar. Aber ich muss dir noch 2 wichtige Dinge sagen. Also höre gut zu Neklass von ANDERSWO!“
„Ja, los
erzähle schon!“ sagte der Junge etwas ungeduldig.
„Als
erstes wirst du dieses Buch hier lesen. Das ist sehr wichtig, denn du wirst so
erfahren, wer du vor deiner Befreiung warst und was du getan hast. Doch
bedenke, das du nichts dafür kannst. Du warst in einem
mächtigen Zauberfluch von Samsudara gefangen und bist
somit nicht für das Unheil verantwortlich, das du hier und in anderen Welten
angerichtet hast. Hast du das soweit verstanden?“
Angesichts
der Tatsache, dass Neklass die Antworten auf vieler
seiner Fragen jetzt hier in seinen Händen hielt, klang seine Stimme etwas
unsicher, als er antwortete: „Ja ich habe es soweit verstanden!“
„Sicher?“
wollte das Orakel wissen
„Ja ich
glaube schon!“ sagte Neklass leise.
„Das
reicht mir aber nicht das du es glaubst!“ donnerte das
Orakel los. „Du musst es wissen, verstanden?“
Der Junge
war schockiert aufgesprungen als das Orakel ihn so andonnerte und das im
wahrsten Sinne des Wortes. Aus der Kugel sprühten grell rote Blitze und von
überall her ertönte ein nachhaltiges Donnern. Entsetzt war Neklass
vor dem Orakel zurück gewichen.
Etwas
versöhnlicher und leiser im Ton forderte das Orakel jetzt: „Ich möchte es genau
aus deinem Munde hören! Los, sage was du verstanden hast!“
Neklass schluckte und sagte dann: „Ich war es
nicht, der das Unheil über die Welten brachte sondern sie war es!“ – „Wer?“
hakte das Orakel nach. „Samsudara!“ schrie Neklass jetzt Hass erfüllt.
„Na also,
geht doch. Entschuldige meine Reaktion eben aber es hilft sicher niemanden,
wenn du dir selbst schuld an den Ereignissen gibst. Am wenigste deinen Bruder
Marvin!“
Das Orakel
machte eine kurze Pause und fügte dann noch hinzu: „Weißt du eigentlich, das
dein Bruder dich töten wollte? Na ja, nicht dich so wie du jetzt bist sondern
das was du für ihn warst! Also Neklass, lese das Buch
sehr genau und dann kannst du zu ihm gehen!“
„Wo ist
er?“
„Er ist
immer noch auf dem Turm des Wissens und erholt sich von den Anstrengungen der
letzten Stunden!“
„Was waren
das für Anstrengungen?“ wollte Neklass wissen.
„Es waren
die Anstrengungen seiner Gefangenschaft und die Durchführung deiner Befreiung
aus Samsudaras Fluch. Das heißt, führ Marvin ist noch
keine Stunde vergangen seit er maßgeblich an deiner Befreiung mitgewirkt hat
und...“
Neklass unterbrach das Orakel etwas
ungehalten: „Das kann doch gar nicht sein! Ich war fast einen ganzen Tag dort
auf SOWIESO, wo ich nach Sara gesucht habe und hier soll gerade mal eine Stunde
verstrichen sein?“
„So ist
es! Mir ist es möglich durch die Zeit zu reisen und mehr musst du jetzt nicht
wissen. Im übrigen solltest du künftig meine Worte
besser nicht mehr anzweifeln. Es würde dir sicher nicht so gut bekommen! Haben
wir uns verstanden, Neklass von ANDERSWO?“
Deutlich
hatte der Junge die Warnung aus den Worten des Orakels herausgehört und deshalb
nickte er nur stumm und öffnete erneut das Buch.
„Am Fuß
des Berges befindet sich ein breiter Kiesweg. Folge ihn einfach nach links und
du wirst zu dem Turm des Wissens gelangen. Ich für meinen Teil muss mich jetzt
um die anderen kümmern!“
Neklass wollte gerade noch etwas sagen, doch
da war das Orakel schon im nichts verschwunden. Langsam begann er das Buch zu
lesen. Erst leise für sich doch ab der dritten Seite las er, ohne das es ihm
bewusst war laut weiter:
Alles begann damit, als vor
einigen Monden ein Bote in das Schloss meines Vaters zurück kehrte. Er war in
„SONSTWO“, eine mit uns befreundete Welt unterwegs gewesen und die Nachrichten,
die er mitbrachte waren keine guten.
Mein Vater, der König, konnte
nicht glauben was er zu hören bekam. Der Bote berichtete, das
in „SONSTWO“ unheimliche Dinge geschahen. Etwas hatte damit begonnen, den
Himmel zu verdunkeln und überall dort, wo es dunkel wurde zog eine eisige Kälte
durch das Land.
Ich selbst war dabei, als der
Bote von den unheimlichen Geschehnissen berichtete. Und genau wie mein Vater
konnte ich es einfach nicht glauben.
Der Bote war sofort in unsere
Welt zurück gekehrt und konnte deshalb nichts Genaueres berichten. Deshalb
schickte mein Vater erneut Boten nach
„SONSTWO“, um mehr über die seltsamen Vorgänge zu erfahren. Gleichzeitig
schickte er auch Boten noch nach „NIERGENDWO“, einer weitere, mit uns
befreundete Welt, um dem dortigen König von der drohenden Gefahr zu warnen.
Ich muss euch gestehen, das ich selbst nur diese drei Welten kenne. Mein „ANDERSWO“
liegt genau zwischen „NIERGENDWO“ und „SONSTWO“.
Doch die wenigen Boten, die von
„SONSTWO“ zurück kehrten, brachten noch schlimmere Nachrichten mit.
Sie erzählten von einer riesigen
Armee, die unaufhaltsam durch „SONSTWO“ zog und alles zerstörte, was ihnen in
die Quere kam. Aber das unheimliche war, das diese Armee aus den Bewohnern von
„SONSTWO“ selbst bestand, die allesamt in Stein verwandelt worden waren.
Überall dort, wo die Dunkelheit das Licht verdrängt hatte und die Menschen von
den Schatten der ewigen Nacht berührt wurden, entstanden neue Steinsoldaten die
sich unaufhaltsam auf das Portal zugbewegten. Sogar Kinder und alte Leute, ja
selbst die Tiere wurden nicht von dem grausigen Zauber verschont.
Angeführt wurden sie von einem
unheimlichen Ritter, der selbst aus völlig schwarzem Stein zu bestehen schien.
Sicher werdet ihr euch fragen,
warum Steine sich bewegen können. aber ich kann nur sagen, das
sie es tun. Sie tun es zwar langsam, aber unaufhaltsam. Zurück lassen sie eine
Spur der Verwüstung und ihr Ziel ist ganz eindeutig das Portal, durch das man
in unsere Welt gelangen kann.
An dieser
Stelle unterbrach sich Neklass selbst und holte tief
Luft. Ihm fröstelte, als er sich vorstellte wie er auf die unschuldigen Bewohner
dieser Welten gewirkt haben musste. Dann las er laut weiter:
Auch die Boten aus „NIERGENDWO“
erzählten unheimliches. Sie sprachen von einem „Mann in Schwarz“, der mit einem
Rucksack aus Leder durch das Land zog. Wie es hieß, sei der Unbekannte durch
das Portal gekommen und auf der Suche nach Dingen, die wichtig seien.
Den Menschen erzählte er, das er schon in „SONSTWO“ gewesen sei und dort schon
bekommen hatte, was er suchte. Er drohte ihnen mit Unheil, das er ihre Welt
vernichten würde, wenn sie ihn nicht gaben was er wollte.
Da die Menschen nicht wussten,
was dieser, in einer schwarzen Kutte gehüllte „Mann in Schwarz“ eigentlich
genau wollte, wiesen sie ihn dem Weg zum König von „NIERGENDWO“.
Der unheimliche Fremde bedrohte
auch ihn und weil er sich nicht anders zu helfen wusste, gab er ihn das
wertvollste was er besaß, etwas was er den Fremden niemals hätte geben dürfen,
wie ich jetzt weiß. Er gab ihn den „Ohrring des Verstehens“
Doch als der „Mann in Schwarz“
hatte, was er wollte, verschwand er spurlos vor den Augen des Königs von
„NIERGENDWO“.
Mein Vater hatte entsetzt dem
Boten zugehört, glaubte er doch zu wissen, das der Fremde nun bald zu ihm
kommen würde, um dann etwas zu verlangen
was er niemals hergeben durfte.
Er rief nun alle weisen Männer
zusammen, um eine Lösung gegen das drohende Unheil zu finden, doch auch sie
waren Ratlos. Einer schlug vor, das „Sehende Auge“ einfach zu verstecken, ein
anderer meinte, das man dem „Mann in Schwarz“ einfach
täuschen müsste und ihm stattdessen
irgend etwas wertloses überreichen sollte.
Doch mein Vater fand keinen der
Vorschläge hilfreich und deshalb machte er selbst den Vorschlag, den seine
Berater bewusst nicht erwähnt hatten.
Er wollte zum „Summenden Orakel“
gehen und dieses um Rat fragen.
Doch die weisen Männer
protestierten dagegen, glaubten sie doch zu wissen, das
der König dann sterben müsste. So jedenfalls steht es an den Wänden vom „Turm
des Wissens“.
Auch ich wollte meinen Vater
nicht verlieren und flehte ihn an, nicht zu dem Orakel zu gehen.
Doch mein Vater sagte nur, das er der König von „ANDERSWO“ ist und deshalb für sein
Volk verantwortlich sei.
Ich muss euch sagen, das mich seine Worte sehr stolz auf ihn machten,
andererseits aber auch sehr traurig. Schweren Herzens begleitete ich ihn bis zum
Fuße des Berges, auf dem das „Summende Orakel“ sein zu Hause hatte.
Alleine stieg mein Vater den
Berg hinauf und ich war mir sicher, das ich ihn nie
wieder sehen würde. Doch nach Stunden kehrte er erschöpft zurück und sagte mir,
das ich derjenige sei, der nun zum „Summenden Orakel gehen müsste. Dabei
übergab er mir das „Sehende Auge“ und mit Angst in der Brust machte ich mich
auf den beschwerlichen Aufstieg.
Ihr müsst nämlich wissen, das
auch ich alles für mein Volk tun würde, Angst hin oder her.
Dann sah ich das „Summende
Orakel zum ersten mal und war sehr überrascht, hatte ich mir es doch ganz
anders Vorgestellt.
Es schwebte über einer Art
Altar, der überwiegend aus weißem Marmor zu bestehen schien.
Die weise Platte und auch der
schwarze Sockel, sahen der Form nach aus wie unsere Portal Tore, die zu unseren
Nachbar Welten führten. Das Orakel selbst überraschte mich aber am meisten. Ich
hatte mir eigentlich eine Menschliche Gestalt vorgestellt, irgendwie ein
uralter Mann oder Frau, doch alles was ich sah war eine schwebende rote Kugel,
die aus dem inneren heraus pulsierend
leuchtete.
Aus dem nichts heraus hörte ich
eine sanfte Stimme die zu mir sprach:
„So höre Prinz Marvin, sehe mit
deinem VERSTAND und höre mit deinem HERZEN.“
Es war genau dieser erste Satz,
der mir sofort jegliche Angst vor dem geheimnisvollen Orakel nahm.
Und dann öffnete sich lautlos
unter dem Orakel in den schwarzen Sockel
ein geheimes Fach in dem dieses Buch lag, das du nun gerade in deinen
Händen hältst. Aber damals stand natürlich noch kein Wort in diesem Buch aber
mit goldenen Buchstaben war auf dem Ledereinband das Wort „ANDERSWO“
geschrieben.
Das Orakel befahl mir, dem Berg
hinunter zusteigen und dann sollte ich all das in das Buch schreiben, was mir zu
dem „Ritter aus Stein“ und den Vorgängen in „SONSTWO“ und „NIERGENDWO“
einfallen sollte.
Doch gab mir das Orakel auch
noch eine Warnung mit auf dem Weg. Auch diese Sätze merkte ich mir genau. Es
sagte zu mir: „Schreibe mit deinem VERSTAND, denke mit deinem HERZEN und bleibe
bei der WAHRHEIT! Denn wisse, es werden sieben Fremde kommen, die ich
auserwählen werde und nur wenn du schreibst was wichtig ist, können sie
„ANDERSWO“ retten!“
Dann öffnete sich eine weitere
Schublade in dem schwarzem Sockel und darin lag ein....
Neklass blätterte um doch die folgenden
Seiten waren leer. Was hatte dies nur zu bedeuten? „Marvin wird es mir schon
noch erzählen.“ flüsterte er leise zu sich selbst. Müde erhob sich der Junge
und suchte dann nach einer Möglichkeit diesen Berg zu verlassen, ohne sich
dabei den Hals zu brechen. Schnell hatte er den kleinen Pfad gefunden der nach
unten führte und so machte er sich an den mühsamen Abstieg.
*
-7-
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© by
Moritz W. Haus 2002/2009
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